Pech für Captain Racing Team in der VLN

Der Grevenbroicher Rennstall Captain Racing Team hat an den ersten zwei Läufen der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring teilgenommen. Nach einer vielversprechenden Testphase vor Saisonbeginn, hatte die Mannschaft bislang kein Rennglück.

Um in der diesjährigen Saison konkurrenzfähig zu sein, hat sich die Mannschaft rund um Teamchef Jörg Otto in der Winterpause intensiv mit dem neuen Einsatzfahrzeug, einem 2010er Porsche 911 GT3 Cup, beschäftigt. Die ersten Tests unter anderem in Zolder verliefen gut, sodass sich Otto zuversichtlich gab: „Das Auto ist breiter, hat mehr Hubraum und mehr Abtrieb durch einen größeren Flügel. Die Zeiten aus dem Vorjahr konnten problemlos unterboten werden.“

Auch auf der anspruchsvollen Nürburgring-Nordschleife machte der neue Captain-Porsche bei den VLN-Einstellfahrten auf Anhieb eine gute Figur: „ Mein Teamkollege Peter Becker war direkt schnell mit dem Fahrzeug und konnte mit 8.45 Minuten unsere Rundenzeit aus dem Vorjahr unterbieten“, so Otto.

Allerdings verunfallte Jörg Otto anschließend in seinem Turn: „Ich habe mir etwas in den linken Vorderreifen gefahren, was dazu geführt hat, dass die Karkasse gebrochen ist und ich mit über 240 Kilometer pro Stunde in die Leitplanke im Bereich Kesselchen eingeschlagen bin. Ich habe 450 m benötigt um das Auto zum stehen zu bringen. Die komplette linke Seite und beide Achsen mussten erneuert werden. Unsere Jungs haben mehrere Nächte bis um vier Uhr geschraubt, hier noch mal eine Danke an das Team.“

Die Anstrengung hat sich gelohnt, obwohl das erste VLN-Rennen nicht bestritten werden konnte, denn beim zweiten Lauf am, 30. April 2011, stand der Porsche wie neu da.

Otto qualifizierte sich im Zeittraining mit einer Zeit von 8.41 Minuten für den fünften Startplatz in der Porsche-Cup-Klasse. Startfahrer Peter Becker kämpfte sich noch weiter nach vorn und lag im Rennen zwischenzeitlich auf dem dritten Platz in der Klasse Cup2. Jedoch kam es beim Überrunden zu einer Kollision mit einem kleineren Fahrzeug und der Porsche schlug erneut in der Leitplanke ein. Bei diesem Rennen gingen 203 Fahrzeuge an den Start und lediglich 140 kamen ins Ziel.

„Die Unfälle reißen natürlich ein großes Loch in unser Rennbudget, aber wir lassen uns nicht unterkriegen. Ein großer Dank an das Team, Manfred Wollgarten, der die Abstimmung des Autos perfekt hinbekommen hat und an unsere Sponsoren. Beim vierten VLN-Rennen wollen wir wieder angreifen“, sagt Jörg Otto abschließend.

Am 28. Mai 2011 starten die VLN-Fahrzeuge zum vierten Saisonlauf in der „Grünen Hölle“.